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Freitag, 18. April 2003 Einrichten per Internet |
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| Das Design-Sofa einen Mausklick entfernt? |
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Ganz unauffällig einen Wochenendausflug nach London als Geschenk für die Freundin buchen laut Werbung per Internet kein Problem. So einfach wie Flug, Hotel oder Zugverbindung könnte man auch die Wohnungseinrichtung im Netz finden. Ob Hersteller von Badewannen oder Fliesen, von Polstermöbeln oder Leuchten: Immer mehr Firmen nutzen das Internet als Plattform, um ihre Produkte zu zeigen. Vorteil für den potentiellen Kunden: Im virtuellen Showroom kann er auch nach Ladenschluss herumlaufen, ohne Blasen zu kriegen. Auf gut gestalteten Sites kann man Einzelstücke inzwischen drehen oder vergrößern, Sessel mit verschiedenen Stoffen beziehen oder ein Bett ganz nach Wunsch zusammenbauen. Alle Maße, Materialien und Preise kann man dazu abrufen. Was die Hersteller-Sites außerdem bieten, ist so unterschiedlich wie die Produkte: Zum Beispiel Designer-Porträts oder Kochrezepte, passend etwa zum Umluftherd. Oder den Einrichtungsplaner zum Proberücken der Sitzlandschaft im eigenen, auf dem Monitor nachgezeichneten Wohnzimmer. Oder Farbberatung, Vorschläge zum Kombinieren von Systemmöbeln, Erklärungen zu einem neu entwickelten Werkstoff die Bandbreite von Service und Eigendarstellung ist groß.
Doch das Netz hat Grenzen wie auch ein Katalog. Gerade bei Möbeln können Abbildungen den Besuch im Geschäft nicht immer ersetzen. Sich auf dem Sofa niederlassen und die Qualität des Bezugs unter den Fingern spüren oder die fein geschliffene Ahornoberfläche des Sideboards bewundern und den leichten Zug der Schubladen das kann man nur am Originalobjekt erleben. Auch wer die Qualität der Verarbeitung und die Funktionalität beurteilen will, sollte einen Besuch beim nächsten Händler einplanen. Dabei wiederum helfen viele Seiten weiter, indem sie eine Suchfunktion für Händleradressen in der Nähe des Wohnortes anbieten. Wer also abends vorm Rechner mögliche Kaufobjekte auswählt und dann gezielt im realen Geschäft besichtigt, spart Zeit und schont seine Nerven. Und er umgeht eine weitere Schwäche von Online-Auftritten: Das Netz bietet kein Beratungsgespräch. Fällt die Entscheidung zwischen Leder oder einem gemusterten Bezugsstoff schwer, oder will man sich noch mal vergewissern, dass die Lackoberfläche des neuen Schranks sich mit den Krallen der Hauskatze verträgt der Verkäufer vor Ort nimmt sich Zeit für ein Gespräch.
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